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Arbeitsfreude, Selbstvertrauen - die Erfolgstreiber
 
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Betriebliche Gesundheitsförderung als Organisationsentwicklung - unser Konzept

Ziel des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) sollte die Erfüllung der Forderung der Weltgesundheitsorganisation WHO sein, wonach Arbeit so organisiert werden soll, dass sie eine Quelle von Gesundheit ist. Dabei wird Gesundheit umfassend und nicht nur als Abwesenheit von Krankheit konzipiert.
Dieser Ansatz liegt auch dem Modell und Vorgehen der bgf-berlin seit Jahren konsequent und erfolgreich zu Grunde. Hieraus hat sich ein Potenzialmodell entwickelt, welches zwischen arbeitsweltbezogenen gesundheitsförderlichen (Gesundheitspotenziale) und gesundheitsbeeinträchtigenden (Gesundheitsgefährdungen) Faktoren unterscheidet, die auf Gesundheit im positiven Sinne (Arbeitsfreude, Selbstvertrauen) sowie im negativen Sinne (Gereiztheit, Erschöpfung, körperliche Beeinträchtigungen) wirken können.

Mitarbeiter, die ein hohes Ausmaß an Gesundheitsgefährdungen wahrnehmen, entwickeln demnach mehr psychische und körperliche Gesundheitsbeeinträchtigungen als Mitarbeiter, die weniger Gefährdungen wahrnehmen.

Der Fokus des Modells liegt jedoch auf den Gesundheitspotenzialen. Es wird angenommen, dass Mitarbeiter, die in ihrer Arbeit ein hohes Ausmaß vorhandener Gesundheitspotenziale wahrnehmen, mit ihrer Arbeit zufriedener sind bzw. sich über ihre Arbeit mehr freuen und mehr Selbstvertrauen haben als Mitarbeiter, die nur wenig Gesundheitspotenziale wahrnehmen. Dies wird damit begründet, dass sie die vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Gesundheitspotenziale als Ressourcen für sich nutzen können. Diese Mitarbeiter sind außerdem in der Lage, sich stärker produktiv ins Unternehmen einzubringen, was positive Auswirkungen auf Wirtschaftsindikatoren wie Leistung und Qualität hat. Die positiven Gesundheitsindikatoren Arbeitsfreude und Selbstvertrauen ermöglichen ihnen zudem eine bessere Stressbewältigung. Dadurch können sie den Stress bei der Arbeit auf eine gesündere Art und Weise bewältigen.

Dieses Modell wurde auf der Basis der Salutogenese-Theorie von A. Antonovsky und weiteren Theorien sowie aus den praktisch-empirischen Erfahrungen der Gesellschaft für Betriebliche Gesundheitsförderung in vielen Gesundheitsförderungsprojekten heraus entwickelt.
Antonovskys Forschungsarbeiten belegen, dass Menschen, die ein tiefsitzendes Gefühl des Vertrauens in ihre Fähigkeit besitzen,

• das was um sie herum geschieht, zu verstehen -Verstehbarkeit

• Mittel und Wege zu finden, mit den unterschiedlichsten Situationen fertig zu werden - Handhabbarkeit

• immer wieder Sinn zu konstituieren -Sinnhaftigkeit

gesünder sind, als Menschen, die dieses Vertrauensgefühl nicht entwickeln.
Überträgt man diese Erkenntnis auf Betriebe, so sind die Aspekte Kultur, Organisation und Führung von zentraler Bedeutung: Ein hohes Maß an Gesundheit können Unternehmen erwarten, die die Aufgaben ihrer Mitglieder derart gestalten, dass diese als verstehbar, handhabbar und sinnvoll erlebt werden können.

• Sind die Vorgänge im Unternehmen transparent, dann können Mitarbeiter auch ein Gefühl des Vertrauens in die Verstehbarkeit ihrer Umgebung entwickeln.

• Sind die Arbeitsaufgaben so organisiert, Werkzeuge so gestaltet, Wissen so vorhanden, dass die Arbeitsaufgaben bewältigt werden können, dann können Mitarbeiter auch ein Gefühl des Vertrauens in die Handhabbarkeit ihrer Umgebung entwickeln.

• Sind die Ziele, die Motive und die Entwicklungsperspektiven sowohl der Unternehmung wie auch des Einzelnen transparent, dann können Mitarbeiter ihre persönlichen Ziele mit denen des Unternehmens in Bezug setzen und auch Sinn konstituieren.